Mein Weltbild oder


wie ich denke und warum ich so denke, wie ich denke:


Im Umgang mit Menschen sollte meine humanistische Weltbetrachtung, wie auch die Kernbotschaften des NT, Grundlage und Kompass meines Handels sein. Nicht immer gelingt das, aber ich bemühe mich nach dem Aufstehen und Zähneputzen. Beinahe jeden Tag.


Zum Zweck einer politische Standortbestimmung und unter Zuhilfenahme von aus dem 19. Jhd. tradierten und immer noch gültigen Begrifflichkeiten, würde ich mich dem frühen deutschen Liberalismus zugehörig fühlen. Im Allgemeinen, wegen seiner Verdienste als lautstarker Fürsprecher von echter Bürgerdemokratie aufzubegehren und auch wegen seines Eintretens für den ersten freiheitlich-parlamentarischen (leider unter diesen Prämissen gescheiterten) Einigungsprozess Deutschlands vor über 1 ½ Jahrhunderten. Vor allem aber, aufgrund seines Entwurfes eines aufgeklärten unabhängigen Menschen. Eines Mitbürgers, der – unter der gesellschaftlich zu organisierenden echten Chancengleichheit auf Teilhabe - eigenverantwortlich seine Fähigkeiten und Kreativität zu seinem, wie auch zum Nutzen der Allgemeinheit, einzusetzen gelassen wird. Leider haben die meisten liberalen Protagonisten den Freiheitsbegriff eindimensional formuliert und über den Eifer ihrer hehren Ziele die akute soziale Frage, die seiner Zeit schlechterdings eine Frage der nackten Existenz weiter Bevölkerungsschichten war, völlig vergessen. Das Verdienst, eine selbstverteidigende und damit letztlich humanistische Antwort hierin zu finden, kam bekanntermaßen den sozialen Bewegungen (Arbeitervereine, später Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschaftern) zu, denen ich mich der Vernunft, und noch mehr dem Herzen nach, verbunden fühle. Insofern ließe ich die verkürzte Kategorisierung eines sozial-liberalen Piraten für mich durchaus gelten.


Beim Versuch die Welt - über die 42iger-Antwort hinaus - zu ergründen, verzweifel ich, wie jeder „gewöhnliche Erdenwurm“, in aller Regelmäßigkeit. Wenn ich mich, Sysiphos gleich, dann trotzdem mal erkenntnis-philosophisch aufraffe und mir, wie so oft, schwindlig und schummrig dabei wird, haben mir bislang Kant, Hegel und Russel das Riechsalz gereicht. Ja, ich bin ein bekennender Fan der Aufklärung und der Analytik. Bin der Überzeugung, dass idealerweise Bildung und fundiertes Wissen, unter zu Hilfenahme des Instruments der Logik, tragfähige Reflexion ermöglicht und den Blick für den Gesamtkontext öffnet (im Gegensatz zur sinnentleerten „ich-denke/rede-jetzt-mal-drauf-los“-Attitüde) Bin weitestgehend Materialist und tendenzieller Agnostiker (jedoch fern der Frage nach Spiritualität und nach Gott, weil man sich ihr nicht agnostisch nähern kann), machte schon früh in meinem Leben die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik, trotz des Rätsels ihrer Unvereinbarkeit, zu meinem grundlegenden Naturverständnis und bin folgerichtig streiterprobter Widerpart jedweder Esoterik, jedweden Aberglaubens und – ja, ich möchte es mit aller Klarheit in Richtung einiger Parteifreunde sagen – aller gängigen Verschwörungstheorien und dem ihnen immanenten und leider so weit verbreiteten, „gefährlichen Halbwissen“...

Kurz, ich bin gegen jeden intellektuellen Hokuspokus, der letzten Endes nur wieder den Rückzug „des Menschen in die selbst verschuldete Unmündigkeit“(Kant) bedeutet.